Zur rechtlichen Situation der Schwalben und Mauersegler:

Foto. Gabi Stein, Tote Schwalbe auf einem mit Taubenabwehrdrähten bestückten Kotbrett
Foto. Gabi Stein, Tote Schwalbe auf einem mit Taubenabwehrdrähten bestückten Kotbrett

Alle Schwalbenarten und Mauersegler sind nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG von 1979) besonders geschützte Arten und sollen durch die Umsetzung der Naturschutzgesetze des Bundes (§ 44 BNatSchG) und der Länder in Ihren Beständen erhalten werden.

Bild: NABU Bilddatenbank
Bild: NABU Bilddatenbank

Flatterband soll die Schwalben vom Nestbau und Brüten abhalten

Das sagt das Bundesnaturschutzgesetz

§44 Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten (Auszug)

(1) Es ist verboten,

  1. wild lebenden Tieren die besonders geschützen Arten nachzustellen, sie zu fangen, sie zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.
  2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der Europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs- , Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert.
  3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wildlebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören (Lebensstättenschutz).

Die Entfernung von Nestern während der Brutzeit ist zudem ein Straftatbestand gemäß Tierschutzgesetz weil dadurch Jungvögel getötet werden.



Was tun wenn sie einen Tatbestand beobachten?